Ich wurde zwei Mal für den Preis für gute Lehre an der Humboldt-Universität zu Berlin nominiert! 

Lehrveranstaltungen

Ich habe über 20 Seminare an Hochschulen und Universitäten in den Bereichen KI, Ästhetik, Ethik, Demokratie und Epistemologie gehalten, in Bachelor- wie Masterstudiengängen und in einer breiten Palette von Formaten: Präsenzseminare, Online-Veranstaltungen, hybride Settings, Blockformate ebenso wie semesterbegleitende Lehre auf deutsch und auf englisch. Diese Erfahrung hat mich überzeugt, dass die didaktische Architektur den Ausschlag gibt. Aufgaben, Diskussionsräume und Rückmeldewege müssen zum jeweiligen Format passen und die Studierenden in eine eigene Auseinandersetzung mit den Gegenständen versetzen, was dem entspricht, was die hochschuldidaktische Debatte seit dem Bologna-Prozess als Shift from Teaching to Learning beschreibt und was John Biggs unter dem Begriff des "Constructive Alignment" als Passung von Lernzielen, Lehr-Lern-Aktivitäten und Prüfungsformen ausbuchstabiert hat.

Mein Anspruch zielt auf die Befähigung zur eigenständigen argumentativen, logischen und ethischen Urteilsbildung, entwickelt, wenn es passt, auch an ganz konkreten Fällen aus Gesundheitswesen, Sozialer Arbeit und digitaler Lebenswelt und gestützt auf eine präzise Auseinandersetzung mit der philosophiehistorischen Tradition sowie zeitgenössischen und systematischen Theorien und Publikationen. Mir ist dabei wichtig einerseits die philosophische Methode, die durch den Empirical Turn der Geisteswissenschaften manchmal in Vergessenheit gerät, stark zu machen und gleichzeitig interdisziplinäre Konzepte miteinfließen zu lassen und trans- und multidisziplinär anschlussfähig zu bleiben.

Methodisch orientiere ich mich dabei – immer wenn es durch Prüfungsordnung und Kontext möglich ist – oft am Konzept des forschenden Lernens, wie es Ludwig Huber für die deutsche Hochschuldidaktik ausgearbeitet hat: Studierende durchlaufen den Prozess von der eigenen Fragestellung über die Recherche und Argumentation bis zur Präsentation und Diskussion der Ergebnisse selbst, statt immer nur "fertige Positionen" zu referieren. Gerade in der Ethiklehre verbinde ich dieses Prinzip etwa mit kasuistischer Fallarbeit und Elementen des problembasierten Lernens, weil sich ethische Urteilskraft wie ich finde nicht bloß deduktiv aus Prinzipien ableiten lässt, ihre Schulung vielmehr die Reibung am konkreten, unterbestimmten Fall verlangt. 

Lehre ist für mich daher der Ort, an dem sich philosophische Begriffsarbeit am unmittelbarsten bewährt und an dem ich selbst auch regelmäßig gezwungen bin, eigene Vorannahmen und entwickelte Argumente neu zu prüfen, ein Austausch, für den ich stets dankbar bin.

Vorträge (Auswahl)

2026

–    „KI-Neokolonialismus. Rekursive Abhängigkeit als Strukturmerkmal datengetriebener Herrschaft“ Tagung für Praktische Philosophie XIII [September 2026]

–    „Ethische Aspekte der Kreativitätslücke im Zeitalter von KI“, Creative Futures Forum. Fachtagung zu KI in der Musik- und Kreativwirtschaft, Cluster Creative Economy der Stadt Mannheim, Musikpark Mannheim.

–    „Die KI-Kreativitätslücke. Zur ethischen Bedeutung von Kreativität in künstlerischer Bildung und Praxis“, IMAGO Forschungskolloquium der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg.

–    „On the Conceptual Impossibility of Genuine Mental Content in AI Systems“, 6th International Conference on Philosophy of Mind, Porto, Portugal.

–    „Jenseits des Mittelmaßes: Kreativität als Verantwortung im KI-Zeitalter“, German Creative Economy Summit, Hamburg.

–    „Künstliche Intentionalität?“, Interdisziplinäres Forschungskolloquium der Humanistischen Hochschule Berlin, Berlin.

–    „KI, Kunst und die Kreativitätsforschung“, Institut für Electronic Business e. V. und Universität der Künste Berlin.

–    „KI und die neue kreative Ungleichheit: Zwischen Produktivitätsboost und De-Skilling“, Tagung der Dienstleistungsgesellschaft der Norddeutschen Wirtschaft, Braunlage.

–    „Kann KI Kreativität? Mensch x Maschine zwischen Verantwortung, Originalität, Authentizität“, Visuals Conference, Hamburg.


2025

–    „Intentionality and Semantics in the Age of Artificial Intelligence: A Philosophical Examination of Human Meaning and AI Limitations“, GAP.12: Pathways to Truth, Düsseldorf.

–    „Wessen Wissen zählt? Feministische Epistemologien und algorithmische Wissensproduktion“, Feministisches Kolloquium der Humboldt-Universität zu Berlin.

–    „Künstlich schön? KI, Kitsch und die Krise des ästhetischen Urteils“, Kunstpädagogischer Tag der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg.

–    „Gut gemeint ist nicht gut gemacht! Bedingungen für eine ethisch-verantwortungsvolle KI-Entwicklung und Implementierung“, Teaching Lab der Technologiestiftung Berlin.

–    „Haben KI-Systeme Selbstbewusstsein?“, Bertha-von-Suttner-Stipendiatenwerk.

–    „Stoic Feminism in the Digital Age: Social Media Between Affect and Reason“, Stoicon-X Hannover 2025.

–    „Kreativität ohne Subjekt? Was KI wirklich erschafft – und was nicht“, MAD Summit, Hannover.

–    „Wenn Maschinen urteilen: Zur epistemischen Entkernung demokratischer Praxis durch KI“, XII. Tagung für Praktische Philosophie, Universität Passau.

–    „Muse Midjourney? Kunst und Kreativität im Zeitalter von KI“, „Über…“-Tagung, Burg Rothenfels, Lohr.

–    „Was ist Kunst?“, Symposium der Festspiele Europäische Wochen, Passau.

–    „KI und Kunst – eine philosophische Perspektive“, Barcamp KI im Kulturbereich, Koordinierungsstelle für Digitalisierung in Kunst & Kultur, Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, München.

–    „KI in Europa: Regeln für eine smarte Zukunft?“, Europe Direct, Saarbrücken.

–    „KI und Kunst – unbegrenzte Kreativität?“, Europe Direct, Saarbrücken.


2024

–    „KI, Kunst und Kitsch – Was dürfen wir für das digitale Zeitalter hoffen?“, GWS Forum 2024, Berlin.

–    „Dr. KI – Diskriminierung by default?“, JMED-Kolloquium Epistemische (Un)Gerechtigkeiten in Medizin und Gesundheitswesen der Charité, Berlin.

–    „AI and Morality: Is a New Ethical Framework Required in the Digital Era?“, AHK Frühjahrsforum, Tampere, Finnland.

–    „The Role of Human Authorship in the Age of AI“, Goethe-Institut Finnland, Helsinki.

–    „Responsibility and Artificial Intelligence“, Ethics and Normativity of Explainable AI, Universität Paderborn.

–    „KI im Alltag: Chancen und Herausforderungen“, Smart City Lab, Göttingen.

–    „Tierethik – eine philosophisch-humanistische Perspektive“, Freitagssalon, Humanistischer Verband Berlin-Brandenburg.

–    „Does Artificial Intelligence Produce Art (in the Kantian Sense) or Kitsch“, XXV World Congress of Philosophy, Rom, Italien.

–    „Lumen naturale versus lumen artificiale: Warum KI keine Intentionalität hervorbringen kann“, XXVI. Deutscher Kongress für Philosophie, Münster.

–    „Codes of Conduct – KI“ (Abschlussvortrag), Wirklichkeiten gestalten – KI in der Jugendmedienarbeit, Bundesakademie für kulturelle Bildung, Wolfenbüttel.

–    „Künstliche Intelligenz im Kulturbereich“, Koordinierungsstelle für Digitalisierung in Kunst & Kultur, Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, München.

–    „Wie kann KI diskriminierungsfrei Entscheidungen treffen – und wie können wir KI gezielt für mehr Diversität einsetzen?“, Walt Disney Company, München.


2021–2023

–    „Humanismus der Zukunft: zwischen Transhumanismus und Künstlicher Intelligenz?“, Jahrestagung, Humanistischer Verband Deutschland, Brandenburg.

–    „Produziert Künstliche Intelligenz Kunst (im kantischen Sinne) oder Kitsch?“, X. Tagung für Praktische Philosophie, Salzburg, Österreich.

–    „Die conditio humana und der homo digitalis: Warum wir auch bei digitaler Kulturvermittlung über Ethik sprechen müssen!“, BCkulturdigital, Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, München.

–    „KI-Cheerleader in der Bubble – Wieviel KI verträgt die Demokratie?“, DOAG – KI Navigator.

–    „Ethics first, feasibility second – Why ethics must be considered ex ante in AI development“, Franco-German Research and Innovation Network on AI, Paris, Frankreich.

–    „Hey Siri, paint a Picasso! Kann KI Kunst?“, Wege zu technischer Bildung, 15. Ingenieurpädagogische Jahrestagung, Görlitz.

Mein Seminarkonzept zum Forschenden Lernen wurde in dem Projekt "Insel der Forschung" der Universität Hamburg gefeatured.

Einer interaktiven Materialsammlung für forschendes Lernen.

Planung und Durchführung von Tagungen, Workshops und Veranstaltungen

–    Dreitägiger Workshop zu Fake News, KI-generierten Inhalten und Bildwahrheit, Himmelfahrtstagung „Fake – Was können wir noch glauben?“, Quickborn-Arbeitskreis, Burg Rothenfels, 13.–17. Mai 2026 (als fachliche Referentin).

–    Tagung: Historische Ursprünge und humanistische Grundlagen demokratischer Ordnung (in Kooperation mit Stiftung Preußischer Kulturbesitz und Universität Athen).

–    Workshop: Künstliche Kommunikation, Veranstaltungsreihe maschinennah.

–    Workshop: KI und Kunst, Stipendiat:innentreffen des Cusanuswerks.

–    Worldcafé: Ethische Herausforderungen Künstlicher Intelligenz, Lange Nacht der Wissenschaft Berlin.

–    Workshop: Genialer Künstler oder effizienter Kitschproduzent?, Philosophicum Basel.

–    Workshop: Bias ist nicht gleich Bias! Zwischen relevanter Repräsentation und gefährlicher Diskriminierung, Heinrich-Böll-Stiftung.

–    Workshop: Actionable Auditing: How to Use It as an Effective Tool for „Ethical AI“? Summer School „AI and Ethics“, Goethe-Institut und Otto-Friedrich-Universität.

–    Konzeption, Organisation und Moderation: Frauen in der Philosophiegeschichte – unsichtbar, unterrepräsentiert, ungelesen? (in Kooperation mit der AG Frauen in der Philosophiegeschichte der DGPhil).