Mein neues Buch ist erschienen! 

Kunst galt lange als letzte Bastion des Menschlichen gegenüber Künstlicher Intelligenz. Seit KI-generierte Bilder für Millionen US-Dollar versteigert und Dichterpreise an ChatGPT vergeben werden, stellt sich die Frage: Müssen wir uns auch auf dem Feld der Kreativität geschlagen geben? Und selbst wenn sie nicht als Kunst durchgehen, haben KI-„Werke“ doch Einfluss auf Kultur, Gesellschaft und Wirtschaft – die Manipulation von Kaufentscheidungen ist da nur eine Gefahr. Am Beispiel Kunst lotet Dorothea Winter aus, was wir vom KI-Einsatz erwarten dürfen – und müssen. Entlang der Fragen „Was ist KI?“ und „Was ist Kunst?“ entwickelt sie belastbare Kriterien, um die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz zu identifizieren und einzuschätzen. Der Essay bietet damit eine stabile Grundlage, um in den Diskurs einzusteigen und Position zu beziehen.

„In diesem sehr lesenswerten Buch schlägt Dorothea Winter den großen Bogen vom geschichtlichen Wandel des Kunstbegriffes bis hin zu konkreten Vorschlägen, wie die Möglichkeiten heutiger KI zu einer Demokratisierung von Kunst(schaffen) führen könnten. Lässt sich eine weitere Kränkung der Menschen noch abwenden? Lesen Sie selbst!"
– Dr. Aljoscha Burchardt, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, Berlin

 2022 erschien meine Masterthesis bei Metzler Research

KI fährt Auto, erkennt Krebs und sucht Bewerber:innen aus – und das teilweise besser, schneller und sicherer als jeder Mensch. Kreativität respektive Kunst schien lange Zeit eine der letzten Bastionen des Menschlichen zu sein. Doch auch das scheint überholt: Inzwischen malt KI wie Rembrandt und komponiert wie Beethoven. Und das so gut, dass nicht einmal Expert:innen noch Mensch von Maschine zu unterscheiden vermögen und die Werke für Millionenbeträge verkauft und prominent ausgestellt werden. Da stellt sich die Frage: Wozu braucht es noch menschliche Künstler:innen?

Ich prüfe im Buch philosophisch-ästhetisch fundiert, ob KI es prinzipiell vermag, Kunst zu schaffen. Und das mithilfe des prominenten kantischen Kunstbegriffs. Darüber hinaus wird gezeigt, dass dieser Kunstbegriff keineswegs outdated ist, auch wenn er mehr als zweihundert Jahre alt ist, und welche kantischen Elemente sich auch im deutschen Urheberrecht und bei dem Aktionskünstler Joseph Beuys finden und warum KI keinem dieser Kunstbegriffe entsprechen kann.

Weitere Publikationen

"Aesthetic Aspects of Digital Humanism: An Aesthetic-Philosophical Analysis of Whether AI Can Create Art", Introduction to Digital Humanism, ed. by C Ghezzi, J Kramer, J. Nida-Rümelin, B Nuseibeh, E. Prem, A. Stanger, H. Werthner, Springer 2023 

mit J. Nida-Rümelin: "Humanism and Enlightenment", Introduction to Digital Humanism, ed. by C Ghezzi, J Kramer, J. Nida-Rümelin, B Nuseibeh, E. Prem, A. Stanger, H. Werthner, Springer 2023

"Menschenrechte fürs Metaverse" praefaktisch 2023

"Himmelfahrtskommando rechnen statt denken", Philosophie.ch Swiss Portal for Philosophy 2023

"Philosophisches Aperçu Kulturvermittlung - cui bono?“, AVISO Magazin für Kunst und Wissenschaft in Bayern 2023 (2) 

"Vom Reiz der einfachen Antworten", Gehirn und Geist 2023 (5)

"Kunst, Kl, Kant und NFT: Wie geht das zusammen?", Philosophie in Debate 2023

"Warum KI nichts wollen kann", Gehirn und Geist 2022 (4)  

"Der Rembrandt aus dem Computer", Abenteuer Philosophie 2021 (1) 164 

"Hey Siri, paint a Picasso! Kann KI Kunst?", Proceedings der 15. Ingenieurspädagogischen Tagung 2022

Redaktion

  • "Demokratie in der Krise. Ein Weckruf zur Erneuerung im Angesicht der Pandemie" von Julian Nida-Rümelin, Körber-Stiftung 2021
  • "Demokratie in der digitalen Transformation" von Julian Nida-Rümelin, Körber-Stiftung 2022
  • "Die Rolle der Zivilkultur in der Demokratie" von Julian Nida-Rümelin, Körber-Stiftung 2023